Pflegekonzept

Mit unser­er Pflege, Betreu­ung und Begleitung erhal­ten und fördern wir die Selb­st­ständigkeit unser­er Bewohner­in­nen und Bewohn­er. Die notwendi­gen Mass­nah­men leg­en wir gemein­sam mit den Betrof­fe­nen und ihren Ange­höri­gen fest.

Pflege und Betreuung

Das kör­per­liche und seel­is­che Wohlbefind­en unser­er Bewohner­in­nen und Bewohn­er ste­ht im Zen­trum. Wir ori­en­tieren uns an den Bedürfnis­sen, Lebens­ge­wohn­heit­en, Ressourcen und Fähigkeit­en des Einzel­nen. Unsere Pflegeteams gehen auf die Gefüh­le unser­er Bewohnen­den ein, lassen sie Wertschätzung und Respekt erleben. Wir arbeit­en nach den Prinzip­i­en der Kinäs­thetik. Bei Demenz ori­en­tieren wir uns an den bewährten Ansätzen der Val­i­da­tion.

Aktivierung

Die Aktivierungs- und All­t­ags­gestal­tung hat eine grosse Bedeu­tung, weil sie den Bewohn­ern wertvolle Impulse gibt. In unserem Wahrnehmen ste­hen die Kom­pe­ten­zen und nicht die Defizite im Vorder­grund. In der Aktivierung unter­stützen und fördern wir die Leben­squal­ität unser­er Bewohner­in­nen ganzheitlich und viel­seit­ig. Mit ein­er fachgerecht­en Aktivierung geben wir den Bewohner­in­nen die Möglichkeit, auf ihre per­sön­lichen Fähigkeit­en, Inter­essen und Bedürfnisse einzuge­hen und in die All­t­agsak­tiv­itäten einzubeziehen. Sie behal­ten ihre Autonomie und Selb­st­bes­tim­mung, kön­nen mitentschei­den und mitbes­tim­men. Dadurch stärken wir ihr Selb­st­wert­ge­fühl. Wir begleit­en sie in ihren aktuellen Lebenssi­t­u­a­tio­nen, nehmen ihre Ressourcen wahr und erken­nen Defizite. Wir motivieren und leit­en die Bewohn­er an und bieten gezielte und spon­tane Einzel- und Grup­pe­nak­tivierung an. Je nach Bedarf erar­beit­en wir indi­vidu­elle Tages- und Wochen­struk­turen.

Ange­bote
Bei der Aktivierung ste­ht immer die Leben­squal­ität der Bewohner­in sowie ihre Würde und Autonomie im Mit­telpunkt. Um ein gezieltes Vorge­hen der Aktivierung zu ermöglichen, erstellen wir ein Ressourcen-Defiz­it-Pro­fil. Dies ermöglicht es, die Bewohner­in ihren Fähigkeit­en entsprechend zu fördern und ist die Basis für das method­is­che Vorge­hen. So kön­nen Ziele fest­gelegt und die Mass­nah­men dafür bes­timmt wer­den.

Einze­lak­tivierung
Einze­lak­tivierung wird z.B. in Form von Spaziergän­gen, Gedächt­nis­train­ing, Gesprächen, Vor­lesen aus der Zeitung oder Gesellschaftsspie­len ange­boten. Einze­lak­tivierung ist sin­nvoll bei Menschen mit Demenz, ein­er Sprach- oder Sehbe­hin­derung oder bei Depres­sio­nen. Die Einze­lak­tivierung baut Ver­trauen auf und wirkt einem men­tal­en Rück­zug ent­ge­gen.

Grup­pe­nak­tivierung
Grup­pe­nak­tivierun­gen haben als Ziel das Gemein­schafts­ge­fühl zu fördern und den Erfahrungsaus­tausch zu ermöglichen. Dabei bieten wir fol­gen­des an:
-Bewe­gungs-Aktiv­itäten: Tur­nen auf dem Stuhl, Tur­nen im Gehen, Spazieren, Bewe­gung mit Musik, tanzen
-Offenes Sin­gen: sin­gen, musizieren, Musik hören
-Kreatives Werken: Han­dar­beit wie z.B. strick­en, häkeln, nähen, filzen, malen, deko­ri­eren
-Kochen und Back­en: back­en, kochen, Gemüse rüsten, Cafétr­e­ffs
-Medi­en: Filme, Vorträge, Kino, The­ater
-Inte­gra­tive Aktivierung: Spiel­nach­mit­tage, Gedächt­nis­train­ing, Spaziergänge und Aus­flüge

Organ­i­sa­tion und Zusam­me­nar­beit
Die Fach­frau Aktivierung und All­t­ags­gestal­tung hat die Hauptver­ant­wor­tung für die Aktivierung. Sie übern­immt die Pla­nung der Aktiv­itäten und arbeit­et eng mit den Pfle­gen­den zusam­men. Sie hält regelmäs­sig Rück­sprache mit den Pflegev­er­ant­wortlichen wie auch mit der Geschäft­sleitung. Die Fach­frau Aktivierung und All­t­ags­gestal­tung arbeit­et inter­diszi­plinär mit der Pflege und den hauswirtschaftlichen Mitar­bei­t­en­den zusam­men. Die Pflege­woh­nung wird über die Pla­nung der Aktivierung informiert.

Für die Koor­di­na­tion der Aktivierung hat jedes Team eine Ressortver­ant­wortliche. Die Ressortver­ant­wortlichen tre­f­fen sich regelmäs­sig unter Leitung der Aktivierungs­fach­frau zum Aus­tausch und zur inter­nen Schu­lung, reflek­tieren ihre Arbeit und holen sich Inputs für die prak­tis­che Arbeit. Die Ressortver­ant­wortliche unter­stützt und berät ihre Kollegen/innen und ste­ht den Teams zu the­men­spez­i­fis­chen Fra­gen als Coach zur Ver­fü­gung.

Die ver­schiede­nen Anlässe und Feste sind im Jahre­spro­gramm (Ver­anstal­tungskalen­der SAWIA 2020) ersichtlich.

VERANSTALTUNGSKALENDER SAWIA 2020

Der Hausarzt bleibt

Die medi­zinis­che Betreu­ung führt der bish­erige Hausarzt weit­er. Erkrankt eine Bewohner­in oder ein Bewohn­er, ziehen wir den Hausarzt oder nach Absprache einen Facharzt bei. Spez­i­fis­che Ther­a­pi­en organ­isieren wir auf ärztliche Verord­nung. Der Heimarzt trägt die Gesamtver­ant­wor­tung für die fachgerechte Pflege und Betreu­ung und für die Ein­hal­tung der Aufla­gen der Gesund­heits­di­rek­tion.

Seelsorgerische Begleitung

Die katholis­chen und reformierten Seel­sorg­erin­nen und Seel­sorg­er der Kirchge­mein­den im Quarti­er besuchen die Bewohnen­den regelmäs­sig und unter­stützen sie auf Wun­sch in schwieri­gen Lebenssi­t­u­a­tio­nen.

Essen ist Lebensfreude

Zusam­men mit den betagten Menschen machen wir jede Woche einen Menü­plan. Die Mahlzeit­en bere­it­en die Betreu­ung­steams nach Möglichkeit gemein­sam mit den Bewohnen­den zu. Unsere Mitar­bei­t­en­den sind in Ernährungslehre geschult und acht­en darauf, aus­ge­wogen zu kochen und möglichst regionale und saisonale Pro­duk­te zu ver­wen­den.