Pflegekonzept 2018-02-09T14:24:42+00:00

Pflegekonzept

Mit unse­rer Pfle­ge, Betreu­ung und Beglei­tung erhal­ten und för­dern wir die Selbst­stän­dig­keit unse­rer Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner. Die not­wen­di­gen Mass­nah­men legen wir gemein­sam mit den Betrof­fe­nen und ihren Ange­hö­ri­gen fest.

Pflege und Betreuung

Das kör­per­li­che und see­li­sche Wohl­be­fin­den unse­rer Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner steht im Zen­trum. Wir ori­en­tie­ren uns an den Bedürf­nis­sen, Lebens­ge­wohn­hei­ten, Res­sour­cen und Fähig­kei­ten des Ein­zel­nen. Unse­re Pfle­ge­teams gehen auf die Gefüh­le unse­rer Bewoh­nen­den ein, las­sen sie Wert­schät­zung und Respekt erle­ben. Wir arbei­ten nach den Prin­zi­pi­en der Kin­äs­the­tik. Bei Demenz ori­en­tie­ren wir uns an den bewähr­ten Ansät­zen der Vali­da­ti­on.

Aktivierung

Die Akti­vie­rungs- und All­tags­ge­stal­tung hat eine gros­se Bedeu­tung, weil sie den Bewoh­nern wert­vol­le Impul­se gibt. In unse­rem Wahr­neh­men ste­hen die Kom­pe­ten­zen und nicht die Defi­zi­te im Vor­der­grund. In der Akti­vie­rung unter­stüt­zen und för­dern wir die Lebens­qua­li­tät unse­rer Bewoh­ne­rin­nen ganz­heit­lich und viel­sei­tig. Mit einer fach­ge­rech­ten Akti­vie­rung geben wir den Bewoh­ne­rin­nen die Mög­lich­keit, auf ihre per­sön­li­chen Fähig­kei­ten, Inter­es­sen und Bedürf­nis­se ein­zu­ge­hen und in die All­tags­ak­ti­vi­tä­ten ein­zu­be­zie­hen. Sie behal­ten ihre Auto­no­mie und Selbst­be­stim­mung, kön­nen mit­ent­schei­den und mit­be­stim­men. Dadurch stär­ken wir ihr Selbst­wert­ge­fühl. Wir beglei­ten sie in ihren aktu­el­len Lebens­si­tua­tio­nen, neh­men ihre Res­sour­cen wahr und erken­nen Defi­zi­te. Wir moti­vie­ren und lei­ten die Bewoh­ner an und bie­ten geziel­te und spon­ta­ne Ein­zel- und Grup­pen­ak­ti­vie­rung an. Je nach Bedarf erar­bei­ten wir indi­vi­du­el­le Tages- und Wochen­struk­tu­ren.

Ange­bo­te
Bei der Akti­vie­rung steht immer die Lebens­qua­li­tät der Bewoh­ne­rin sowie ihre Wür­de und Auto­no­mie im Mit­tel­punkt. Um ein geziel­tes Vor­ge­hen der Akti­vie­rung zu ermög­li­chen, erstel­len wir ein Res­sour­cen-Defi­zit-Pro­fil. Dies ermög­licht es, die Bewoh­ne­rin ihren Fähig­kei­ten ent­spre­chend zu för­dern und ist die Basis für das metho­di­sche Vor­ge­hen. So kön­nen Zie­le fest­ge­legt und die Mass­nah­men dafür bestimmt wer­den.

Ein­zel­ak­ti­vie­rung
Ein­zel­ak­ti­vie­rung wird z.B. in Form von Spa­zier­gän­gen, Gedächt­nis­trai­ning, Gesprä­chen, Vor­le­sen aus der Zei­tung oder Gesell­schafts­spie­len ange­bo­ten. Ein­zel­ak­ti­vie­rung ist sinn­voll bei Men­schen mit Demenz, einer Sprach- oder Seh­be­hin­de­rung oder bei Depres­sio­nen. Die Ein­zel­ak­ti­vie­rung baut Ver­trau­en auf und wirkt einem men­ta­len Rück­zug ent­ge­gen.

Grup­pen­ak­ti­vie­rung
Grup­pen­ak­ti­vie­run­gen haben als Ziel das Gemein­schafts­ge­fühl zu för­dern und den Erfah­rungs­aus­tausch zu ermög­li­chen. Dabei bie­ten wir fol­gen­des an:
Bewe­gungs-Akti­vi­tä­ten: Tur­nen auf dem Stuhl, Tur­nen im Gehen, Spa­zie­ren, Bewe­gung mit Musik, tan­zen
Offe­nes Sin­gen: sin­gen, musi­zie­ren, Musik hören
Krea­ti­ves Wer­ken: Hand­ar­beit wie z.B. stri­cken, häkeln, nähen, fil­zen, malen, deko­rie­ren
Kochen und Backen: backen, kochen, Gemü­se rüs­ten, Café­treffs
Medi­en: Fil­me, Vor­trä­ge, Kino, Thea­ter
Inte­gra­ti­ve Akti­vie­rung: Spiel­nach­mit­ta­ge, Gedächt­nis­trai­ning, Spa­zier­gän­ge und Aus­flü­ge

Orga­ni­sa­ti­on und Zusam­men­ar­beit
Die Fach­frau Akti­vie­rung und All­tags­ge­stal­tung hat die Haupt­ver­ant­wor­tung für die Akti­vie­rung. Sie über­nimmt die Pla­nung der Akti­vi­tä­ten und arbei­tet eng mit den Pfle­gen­den zusam­men. Sie hält regel­mäs­sig Rück­spra­che mit den Pfle­ge­ver­ant­wort­li­chen wie auch mit der Geschäfts­lei­tung. Die Fach­frau Akti­vie­rung und All­tags­ge­stal­tung arbei­tet inter­dis­zi­pli­när mit der Pfle­ge und den haus­wirt­schaft­li­chen Mit­ar­bei­ten­den zusam­men. Die Pfle­ge­woh­nung wird über die Pla­nung der Akti­vie­rung infor­miert.

Für die Koor­di­na­ti­on der Akti­vie­rung hat jedes Team eine Res­sort­ver­ant­wort­li­che. Die Res­sort­ver­ant­wort­li­chen tref­fen sich regel­mäs­sig unter Lei­tung der Akti­vie­rungs­fach­frau zum Aus­tausch und zur inter­nen Schu­lung, reflek­tie­ren ihre Arbeit und holen sich Inputs für die prak­ti­sche Arbeit. Die Res­sort­ver­ant­wort­li­che unter­stützt und berät ihre Kollegen/innen und steht den Teams zu the­men­spe­zi­fi­schen Fra­gen als Coach zur Ver­fü­gung.

Die ver­schie­de­nen Anläs­se und Fes­te sind im Jah­res­pro­gramm (Ver­an­stal­tungs­ka­len­der SAWIA 2018) ersicht­lich.

VERANSTALTUNGSKALENDER SAWIA 2018

Der Hausarzt bleibt

Die medi­zi­ni­sche Betreu­ung führt der bis­he­ri­ge Haus­arzt wei­ter. Erkrankt eine Bewoh­ne­rin oder ein Bewoh­ner, zie­hen wir den Haus­arzt oder nach Abspra­che einen Fach­arzt bei. Spe­zi­fi­sche The­ra­pi­en orga­ni­sie­ren wir auf ärzt­li­che Ver­ord­nung. Der Heim­arzt trägt die Gesamt­ver­ant­wor­tung für die fach­ge­rech­te Pfle­ge und Betreu­ung und für die Ein­hal­tung der Auf­la­gen der Gesund­heits­di­rek­ti­on.

Seelsorgerische Begleitung

Die katho­li­schen und refor­mier­ten Seel­sor­ge­rin­nen und Seel­sor­ger der Kirch­ge­mein­den im Quar­tier besu­chen die Bewoh­nen­den regel­mäs­sig und unter­stüt­zen sie auf Wunsch in schwie­ri­gen Lebens­si­tua­tio­nen.

Essen ist Lebensfreude

Zusam­men mit den betag­ten Men­schen machen wir jede Woche einen Menü­plan. Die Mahl­zei­ten berei­ten die Betreu­ungs­teams nach Mög­lich­keit gemein­sam mit den Bewoh­nen­den zu. Unse­re Mit­ar­bei­ten­den sind in Ernäh­rungs­leh­re geschult und ach­ten dar­auf, aus­ge­wo­gen zu kochen und mög­lichst regio­na­le und sai­so­na­le Pro­duk­te zu ver­wen­den.